Mother Love Bone

Im November 1987 rotteten sich in Seattle fünf ehemalige Bandmitglieder von Green River und Malfunkshun zusammen und gründeten die Hardrock-Band Lords Of The Wasteland: Andy Wood, Stone Gossard, Bruce Fairweather, Jeff Ament und Regan Hagar.

Schon Mitte Dezember desselben Jahres verließ Regan Hagar die Band wieder und gründete mit Kevin Wood, Andys älterem Bruder, die Band Bliss.

Aus den Lords Of The Wasteland wurden nach dem Zugang von Greg Gilmore, welcher von Ten Minute Warning dazustieß, Mother Love Bone. Den neuen Bandnamen leiteten sie aus Andy Woods Songtext ab.

Mother Love Bone veröffentlichten im Frühjahr 1989 mit “Shine” eine erste Platte. Nach Erscheinen der EP gingen sie im März 1989 als Vorgruppe von The Dogs D’Amour auf Tour. Nur in den Nordweststaaten traten sie selbst als Headliner auf.

Anschließend fingen sie an, das Album Apple einzuspielen. Doch schon bald wurden wurden die Aufnahmen durch Andys Drogenentzug bis Ende des Jahres unterbrochen. Andy war heroinsüchtig.

Ihren letzten Live-Auftritt hatten Mother Love Bone am 29. Dezember 1989 im Club “The Rocket” zusammen mit einigen anderen Bands aus der Umgebung von Seattle.

Danach ging es endlich wieder ins Studio, wo sie Anfang März 1990 die produktion von “Apple” endlich abschließen konnten; die Veröffentlichung sollte schon Anfang April des Jahres erfolgen.

Doch schon wenige Tage später, am Abend des 16. März 1990 wurde Andy Wood von seiner Freundin komatös aufgefunden. Er hatte sich wieder Heroin gespritzt. Nach drei Tagen wurden die Geräte, die Andy noch am Leben hielten, abgeschaltet.

Das Album “Apple” [→Spotify] erschien posthum im Juli 1990, doch die Band hatte sich bereits aufgelöst.

Stone Gossard und Jeff Ament gründeten zusammen mit Mike McCready und Eddie Vedder Pearl Jam.

Am 22. Oktober 2000 spielten sie zu ihrem 10jährigen Bandbestehen einen Gig im MGM Grand in Los Angeles. Dabei fand sich auf ihrer Setlist auch ein Track von der allerersten Mother Love Bone EP: Crown of Thorns  →Spotify.

Denselben Track pickte sich schon in 1992 Cameron Crowe für den Soundtrack zu seiner Filmkomödie “Singles – Gemeinsam einsam” [→Spotify].

Andy Woods ehemaliger Mitbewohner und Freund Chris Cornell (damals Soundgarden, später Audioslave), initiierte in 1990 als Hommage das Projekt Temple of the Dog, benannt als Reminiszenz an den Text von “Man of Golden Words” [→Spotify]. Er hatte nach Andys Tod mit “Say Hello 2 Heaven” und “Reach Down” zwei Songs geschrieben, die irgendwie nicht zum Sound von Soundgarden passte, die er aber unbedingt ausproduzieren wollte. So entstand das Projekt zu dem er  Stone Gossard, Mike McCready, Jeff Ament, Eddie Vedder und der Schlagzeuger Matt Cameron (damals noch Soundgarden, danach Pearl Jam) dazu holte.

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